Cairns ist eines der beliebtesten Touristenziele in ganz Australien. Es ist eine lebendige bunte Stadt mit vielen Restaurants, Cafes und Bars. Cairns ist der ideale Ausgangsort um Ausflüge zum Great Barrier Reef, den Regenwald oder die Tablelands zu machen. Man wird mit unterschiedlichen Reiseangeboten geradezu erschlagen 🙂 Langweilig wird es einem in dieser Stadt ganz bestimmt nicht.

Die warmen Temperaturen laden natürlich zum Baden ein. Nun ist es jedoch so, dass Cairns keinen Stadtstrand besitzt. Auch wenn es einen gäbe, wäre dieser aufgrund der Quallen in den Sommermonaten und der Krokodile, die generell in dieser Gegend vorzufinden sind, nicht der beste Ort um sich abzukühlen. Oder unter Umständen eben ein einmaliges Erlebnis 🙂 Ihr müsst jedoch nicht auf eine Abkühlung innerhalb der Stadtgrenzen verzichten. Direkt an der Uferpromenade befindet sich “The Lagoon”.

Abwechslungsreiches Badevergnügen

Cairns Esplanade - The Laggon - Pool

Cairns bietet seinen Einwohnern und Besuchern einen ganz besonderen Service. The Lagoon ist ein öffentliches Schwimmbad, welches man von allen Seiten betreten und kostenlos nutzen darf. Geöffnet ist das öffentliche Schwimmbad täglich von 9 bis 21 Uhr. Ihr könnt Euch also auch mitten in der Stadt ins kühle Nass werfen und dabei den Meerblick genießen!

Freilich seid Ihr nicht in Queensland um in einem betonierten Pool zu baden. Ihr wollt die Natur von der jeder schwärmt erleben. Da bietet es sich an in einem der zahlreichen Naturpools im Umland von Cairns ein erfrischendes Bad zu nehmen. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass die Temperaturen in den zu meist von Gebirgsbächen gespeisten “Swim Holes” eher niedrig sind und somit eine echte Abkühlung darstellen. Wir haben Euch ein paar der schönsten Schwimmlöcher mit Bild aufgelistet:

Fitzroy Island

Außerdem gibt es natürlich die Möglichkeit eine der Cairns vorgelagerten Inseln zu besuchen. Es bietet sich z.B. Fitzroy Island oder Green Island an. Fitzroy liegt ca. 30 Minuten Bootsfahrt vom Hafen in Cairns entfernt und ist die größere Insel. Ohne Probleme kann man hier auch 2 Stunden lang Sparziergänge machen und den Leuchtturm erklimmen. Im Anschluss kann man dann im türkisfarbenen Wasser für die nötige Abkühlung sorgen. Auf Fitzroy Island solltet Ihr am Strand allerdings Badelatschen tragen. Ideal sind auch Tauchschuhe die man sich vor Ort ausleihen kann. Warum? Ganz einfach! Die Strände von Fitzroy Island sind etwas ganz Besonderes. Sie bestehen aus abgestorbenen kleinen Korallenteilchen die das Meer anspült. Sieht sensationell aus, piekst aber:) Also Latschen tragen!

Green Island

Green Island ist die zweite kleine Insel die wir Euch empfehlen würden. Besonders dann, wenn Ihr das Outer Reef besuchen wollt um zu Schnorcheln. Wir waren mit Great Adventures unterwegs und machten einen dreistündigen Stopp auf der kleinen Insel. Hier könnt Ihr entweder die Sonne an einem der wirklich feinen weißen Sandstrände genießen, Schwimmen gehen oder Euch bereits etwas mit dem Schnorcheln vertraut machen. Ein kurzer Aufenthalt ist hier also sehr empfehlenswert.

 

Regenwald

Keine Frage, wer nach Cairns kommt will auch den Regenwald sehen und erkunden. Hierfür bietet die Stadt und deren Umgebung vielfältige Möglichkeiten. Wir starten mal mit den

Cairns Botanic Gardens

Der Botanische Garten ist von der Esplanade aus in ca. 35-45 Minuten zu Fuß zu erreichen. Es gibt aber natürlich auch Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel, sodass man sich natürlich auch mit dem Bus dorthin begeben kann. Die Gärten sind wie es so üblich ist natürlich kostenlos. Ihr könnt Euch dort schon einmal einen ersten Eindruck von der australischen Pflanzenwelt verschaffen. Besonders empfehlenswert ist deshalb natürlich der Bushwalk, ein Holzpfad der durch den heimischen Regenwald führt.

Außerdem sind ein Salz- und ein Süßwasser See in den Gärten zu finden. Kein Wunder also, dass man beim Erkunden das ein oder andere Schild mit der Warnung vor Krokodilen passiert. Solltet Ihr also ein paar Stunden Eurer Zeit totschlagen müssen, ist der Botanische Garten sicher eine schöne Adresse dafür.

Kuranda und Skyrail

Der vom Regenwald umschlossene Künstlerort “Kuranda” liegt etwa 25 Kilometer nordwestlich von Cairns. Es leben dort 1600 Einwohner. Also außerhalb der Touristen-Besuchszeiten ein eher verschlafenes Nest das am Barron River und in etwa 400 Metern höhe liegt.  In Kuranda selbst kann man auf mehreren Pfaden durch den Regenwald und entlang des Barron Rivers marschieren. Oder man macht eine der Bootstouren auf dem Barron River. Wir können beides empfehlen.

Es führt natürlich eine Straße hinauf nach Kuranda, allerdings gibt es hierzu zwei spektakuläre und weithin bekannte Alternativen. Die erste Alternative ist eine Fahrt mit der

Kuranda Scenic Railway

Die Scenic Railway schlängelt sich in ca. 1,45 Stunden hoch nach Kuranda. Während der Fahrt wird einem die Geschichte des heimischen Regenwalds und im besonderen natürlich die Geschichte der Bauarbeiten per Tonband auf’s Ohr gehauen. Dieser Bau war mit viel Schweiß und Blut verbunden. Dies verdeutlicht schon ein kleiner an der Bahnstrecke gelegener Friedhof, auf dem nur Personen liegen die beim Bau der Eisenbahnstrecke verstorben sind. Sei es durch Unfälle oder Krankheiten. Wie so vieles in der Region und ganz Australien wurde der Bau der Eisenbahn durch den Goldrausch ausgelöst. Doch auf die Geschichte der Bahn und des Ortes “Kuranda” gehen wir später in einem ausführlichen Bericht ein.

Die zweite, nicht weniger spektakuläre Alternative nach Kuranda bzw. von Kuranda nach Cairns zu gelangen, ist die

Skyrail – Rainforest Cablecar

Wir haben uns dafür entschieden mit der Bahn hinauf nach Kuranda und mit der Skyrail wieder hinunter nach Cairns zu fahren. Warum? Wir wollten einfach zusätzlich zur Fahrt über den dichten Regenwald den Ausblick auf das Meer und die Stadt, der sich einem auf dem letzten Streckenabschnitt der Talfahrt eröffnet, genießen. Ein wirklich wundervoller Anblick. Soweit man seine Blicke schweifen lässt nur sattgrüner, dichter, alter Regenwald. Wir sind froh diese Fahrt gemacht zu haben. Und auch Ihr solltet Euch dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Viel Spaß dabei!

Solltet Ihr dem Trubel der Stadt mal so richtig entkommen wollen, empfehlen wir Euch einen Abstecher nach…

Cape Tribulation

Cape Tripulation liegt gut 1,45 Stunden nördlich von Cairns. Auf der Fahrt dorthin könnt Ihr bei der “Hartley’s Creek Crocodile Farm” einen Halt einlegen (Bericht folgt) und natürlich im etwas gehobeneren und wunderschönen Städtchen Port Douglas vorbeischauen. Port Douglas ist im ganzen Land bekannt und wie man hört verirrt sich auch das ein oder andere prominente Gesicht in das verschlafene Örtchen um etwas zu entspannen. Den meisten dürfte der “Four Mile Beach” oder der Markt ein Begriff sein.

So, aber jetzt geht es aber weiter mit der Fahrt nach Cape Tribulation. Im weiteren Verlauf müsst Ihr mit der Fähre den Daintree River überqueren. Ein Fluss der durch seine Dichte an Salzwasser-Krokodilen, Schlangen etc. bekannt ist. Wer Zeit hat kann hier eine Bootstour machen und alles hautnah erleben.

Nach Überqueren des Flusses sind es nur noch ca. 30 Minuten bis zu unserem Ziel “Cape Tribulation”. Es ist kaum zu glauben aber nach nicht einmal zwei Stunden Autofahrt seid Ihr dann angekommen in der Wildnis, der Stille. Besonders gut zu erkennen am fehlenden Handyempfang. Und genau das macht es noch schöner und entspannter. Ihr befindet Euch nun in einer fast menschenleeren Gegend mit kilometerlangen weißen Sandstränden und dichtem Regenwald. Im übrigen wurde erst im Jahr 2017 festgestellt, dass der Regenwald in dieser Gegend der älteste zusammenhängend existierende ist. Unglaubliche 130 Millionen Jahre ist der Wald alt. Da empfindet man schon an der ein oder anderen Stelle etwas Ehrfurcht. Also nehmt Euch die Zeit und dann ab nach Cape Tribulation.

Dieser Artikel wird in Kürze ergänzt.